Newsletter Unternehmensboerse

  August 2010

 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie recht herzlich zum aktuellen Newsletter der Unternehmensbörse Hessen.

Im Anschluss an die Inserate finden Sie den ersten Teil eines Fachartikels mit der Überschrift "Unternehmenskauf vs. Neugründung". Der Autor, Jens Olbrich, Geschäftsführer der exact Beratung GmbH, vergleicht die Alternativen Kauf eines bestehenden Unternehmens und Gründung eines neuen Unternehmens und beleuchtet die jeweiligen Vorteile und Nachteile. In diesem Newsletter finden Sie den ersten Teil des kompletten Textes. Der zweite Teil erscheint in unserem nächsten Newsletter am 15. September. Den Artikel finden Sie auch auf unserer Homepage unter www.unternehmensboerse-hessen.de.

Wir wünschen Ihnen viel Spass und Erfolg bei der Lektüre des Newsletters. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie uns unter den angegebenen Kontaktdaten.

Ihr Team der Unternehmensbörse Hessen

 



  Aktuelle Angebote und Gesuche der Unternehmensbörse Hessen  


  Unternehmenskauf vs. Neugründung  

 

von Jens Olbrich - exact Beratung GmbH, Wetzlar

Die Gründung eines neuen Unternehmens bedeutet meist, dass das Unternehmen von „Null“ aufgebaut werden muss. Es existieren keine Kunden, kein bekannter Unternehmensname und keine funktionierenden Organisationsstrukturen. All dies muss neu, quasi auf der viel zitierten „grünen Wiese“ etabliert werden. Dies ist natürlich möglich und wurde in der Vergangenheit bereits tausendfach umgesetzt. Der Aufbau eines neuen Unternehmens verlangt aber Zeit und Geld und ist auch mit nicht unerheblichen Risiko des Scheiterns der Geschäftsidee verbunden.

Für Gründer ist es daher eine attraktive Alternative, eine bereits etablierte Firma im Rahmen der Unternehmensnachfolge zu übernehmen. Als Nachfolger kann man auf bestehende Strukturen zurückgreifen und diese weiter ausbauen. Unternehmensorganisation, Produkte, Kunden, Mitarbeiter, Telefonnummer und ein Standort sind bereits vorhanden.  Lange Anlaufphasen und Durststrecken, die bei Neugründungen meist üblich sind, entfallen. Schließlich übernimmt man ein bereits funktionierendes Unternehmen.

Viele Beispiele zeigen, dass erfolgreiche Unternehmen über lange Jahre, ja sogar Generationen überleben können. Dies bedeutet, dass die Unternehmensverantwortung irgendwann übergeben werden kann.  Grundsätzlich können Unternehmensnachfolgen in nahezu jeder Branche umgesetzt werden. Egal ob es sich um ein Einzelhandelsgeschäft, einen Handwerksbetrieb oder ein Produktionsunternehmen handelt.

In folgender Übersicht stellen wir die Vorteile eines Unternehmenskaufs denen einer Neugründung gegenüber.

  • Verkürzung der Anlaufphase: Bei einer Existenzgründung kann es mehrere Jahre dauern, bis das Unternehmen mit seinen Produkten am Markt etabliert ist und relevante Umsätze und Erträge erwirtschaftet werden. Bei einer Betriebsübernahme sind viele Prozesse eingespielt und Umsätze werden von Beginn an getätigt. Dementsprechend ist die Aufbauphase deutlich kürzer.
  • Planungssicherheit: Im Rahmen einer Unternehmensnachfolge liegen die wirtschaftlichen Daten des Altunternehmens in der Regel vor. Hierdurch ist die Planung und Plausibilisierung der zukünftigen Umsätze und Erträge erleichtert. Bei dem Verfassen eines Businessplans kann auf Zahlen der Vergangenheit zurück gegriffen werden. Hierdurch ist das wirtschaftliche Risiko einer Unternehmensnachfolge einfacher einzuschätzen als bei einer Existenzgründung.
  • Eingespielte Prozesse: Mit dem Unternehmen werden eine vorhandene Mitarbeiterstruktur und eingespielte Abläufe und Prozesse übernommen. Diese müssen nicht erst zeitintensiv aufgebaut werden. Im besten Fall existiert auch eine intakte zweite Führungsebene mit funktionierenden Aufgaben- und Vertretungsregelungen. Diese zweite Führungsebene spielt bei einer erfolgreichen Unternehmensübergabe eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Sehr häufig sind bei diesen Mitarbeitern langjährige Kundenkontakte vorhanden und wichtiges Know-How gebunden.
  • Etabliertes Produkt- und Dienstleistungsangebot: Bestehende Unternehmen sind bereits am Markt etabliert. Sie verfügen über fest etablierte Vertriebskanäle und gefestigte Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. Diese können im Idealfall vom Käufer mit übernommen werden.
  • Einarbeitung durch Altunternehmer: Häufig steht der Altunternehmer dem Nachfolger in der Übergangsphase beratend zur Seite. In vielen Fällen ist die Begleitung durch den Verkäufer ein fester Vertragsbestandteil. Hierdurch ist ein nahtloser Übergang von den Altinhabern auf die neuen Verantwortlichen gewährleistet und das Risiko des Scheiterns kann reduziert werden

Diese, zugegebenermaßen gewichtigen Vorteile, die eine Betriebsübernahme gegenüber einer Neugründung hat, sind aber auch mit möglichen Nachteilen verbunden. Die wichtigsten Probleme, bzw. Nachteile werden im zweiten Teil des Textes im September Newsletter der Unternehmensbörse Hessen dargestellt.

 



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