Newsletter Unternehmensboerse

  Januar 2012

 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie recht herzlich zum aktuellen Newsletter der Unternehmensbörse Hessen.

Fachartikel

Unser heutiger Fachartikel stammt von Gila Gertz, Geschäftsführerin von Gertz & Team in Wetzlar. Sie beschäftigt sich mit dem Thema "Wirtschaftsmediation" und was hilft, wenn die Unternehmensnachfolge zum Konfliktfall wird.

Gewerbeimmobilie des Monats

In Kooperation mit dem Gewerbeimmobilien-Zentrum-Mittelhessen präsentieren wir Ihnen im Anschluss an die Inserate auch in diesem Monat wieder die "Gewerbeimmobilie des Monats".

Ihr Team der Unternehmensbörse Hessen

 



  Aktuelle Angebote und Gesuche der Unternehmensbörse Hessen  


  Gewerbeimmobilie des Monats  

 

Schönes Landhotel mit Restaurant in Mengerskirchen zu verkaufen

Das 1982 erbaute Objekt steht auf einem 6.400qm großen Grundstück. Die Immobilie erstreckt sich auf drei Stockwerke. Es sind vorhanden: 21 Gästezimmer; 2 Wohnungen mit 80 m² und 140 m²; 1 Besprechungszimmer; 1 Aufenthaltsraum; Restaurant mit ca. 200 m²; Schwimmbad; Sauna. Es sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Nutzungsänderungen hinsichtlich des Gebäudes sind in jeder Hinsicht möglich. Als alternative Nutzungen wären z.B. denkbar: Seminarzentrum, Privatklinik, Wellnesshotel, Erlebnisgastronomie usw. Das Objekt kann baulich erweitert werden. Das Landhotel/Restaurant ist im Rahmen der Altersnachfolge zu verkaufen.

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Alexander Schick gerne unter den folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:

Gewerbe-Immobilien-Zentrum Mittelhessen GmbH, Alexander Schick, Karl-Kellner-Ring 23, 35576 Wetzlar, Fon 06441/444555-0, Fax 06441/444555-9, www.giz-mittelhessen.de, alexander.schick@giz-mittelhessen.deFacebook: www.facebook.com/giz.mittelhessen

 



  Informationsveranstaltung zum Thema Unternehmensnachfolge - Wer kommt, wenn der Chef geht?  

 

v. l. Dirk Olbrich, Alexander Cunz, Jens-Oliver Müller, Jens Runkel

 

Unter dem Motto "Wer kommt, wenn der Chef geht" informierte die IHK Lahn-Dill ihre Mitglieder zum Thema Unternehmensnachfolge. Mehr als 30 Unternehmer waren der Einladung in die Räume der IHK-Geschäftsstelle Dillenburg gefolgt und erhielten Informationen aus erster Hand zu den verschiedenen Facetten des Themas.

Nach einer Einleitung durch IHK-Mitarbeiter Alexander Cunz gab Dirk Olbrich, Unternehmensberater aus Wetzlar, Einblicke in die Umsetzung und Begleitung von Nachfolgeprozessen. Nach Meinung des Geschäftsführers der exact Beratung GmbH sollte die gelungene Unternehmensnachfolge die Krönung des Unternehmerlebens sein. Eine Voraussetzung hierfür sei, sich frühzeitug und intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und das "Projekt Nachfolge" professionell und zielgerichtet umzusetzen.

Anschließend zeigte Jens Runkel, Steuerberater bei Dr. Karsten & Kollegen GmbH in Gladenbach die steuerliche Dimension des Themas Unternehmensnachfolge auf und stellte die Kernpunkte der unentgeltlichen Übergabe von Unternehmen vor. Hierbei ging er auch auf die Möglichkeiten und Voraussetzungen der steuerlichen Begünstigung von Unternehmensnachfolgen ein.

Dass eine Unternehmensnachfolge auch plötzlich und unvorhergesehen anfallen kann, war das Thema von Rechtsanwalt und Notar Jens-Oliver Müller (Kleymann - Karpenstein & Partner, Wetzlar).

Unter dem Titel "Schützen Sie Ihr Unternehmen: Vorsorgemaßnahmen, die Sie kennen sollten" stellte er mögliche Gefahren für Unternehemn vor, wie z.B. der Ausfall der bestehenden Führungsstrukturen eines Unternehemens im Krankheits- oder Todesfall. Um den Bestand des Unternehmens nicht zu gefährden, sollte jedes Unternehmen über einen juristischen Notfallkoffer verfügen, um in solchen Fällen die unternehmerischen Funktionen zu sichern und Betriebsunterbrechung zu vermeiden.

Im abschließenden Vortrag ging Rolf Melchert von der Sparkasse Dillenburg auf das Thema Finanzplanung und Finanzierung ein. Eine Grundvoraussetzung für die Finanzierung einer Unternehmensnachfolge sei die planmäßige und bedarfsorientierte Ermittlung des Investitionsbedarfes im Unternehmen. Nach seiner Meinung wird der Kapitalbedarf für die Übernahme eines Unternehmens häufig unterschätzt. Fehlentwicklungen und Liquiditätsengpässe können dann die Folge sein.

Alexander Cunz, Organisatior der Veranstaltung zeigte sich sehr zufrieden mit der Besucherresonanz und dem Ablauf der Veranstaltung. Unternehmensnachfolge wird auch in Zukunft eines der Kernthemen der IHK Lahn-Dill sein. (Quelle: LahnDill Wirtschaft - Dezember 2011)

 



  Unternehmensnachfolge - Was hilft, wenn sie zum Konfliktfall wird  

 

Von Gila Gertz - Geschäftsführerin von Gertz & Team, Wetzlar

Bereits jedes dritte Unternehmen in Deutschland hat große Schwierigkeiten, den richtigen Nachfolger für seinen Betrieb zu finden, so zu lesen bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Gelingt es dennoch, einen Nachfolger zu finden, bzw. sind Sohn oder Tochter für eine Nachfolge vorgesehen, kommt es häufig, insbesondere bei familiengeführten Unternehmen, zu Konflikten und Auseinandersetzungen, die eine solche Nachfolge erheblich belasten. Was als Krönung eines Unternehmerlebens, eine gelungene Unternehmensnachfolge, vorgesehen war, endet in Streit und Eskalation.

In solchen Fällen ist Deeskalation in Form einer Wirtschaftsmediation ein Lösungsansatz, der hilft, dass beide Seiten wieder aufeinander zugehen können. Die Hinzuziehung eines professionellen Wirtschaftsmediators erspart den Konfliktparteien viel Zeit und Geld - und garantiert häufig das Weiterbestehen "erfolgreicher" Familienbetriebe.

Konflikte gehören zum Alltag, auch in Klein- und Mittelunternehmen und treten eben häufig beim Generationswechsel auf. „In den meisten Streitigkeiten liegt aber auch ein Potenzial zur Weiterentwicklung des Unternehmens“, so Ralf Schnorr, Wirtschaftsmediator von Gertz & Team (Wetzlar). Gerade Betriebsübernahmen innerhalb der Familie können heikel sein und bergen viele Konfliktstoffe. Es ist nicht ganz einfach, die Rollen "Vater und Sohn" oder "Vater und Tochter" in der Familie und in der Firma zu trennen, bzw. in Senior- und Juniorpartner professionell zu wandeln. Dabei ist der Schaden besonders groß, wenn Unternehmerfamilien nicht mehr miteinander kommunizieren (können). Der neutrale Mediator kann hier vermitteln bzw. unterstützt die Konfliktparteien darin, gemeinsam eine Lösung ihres Problems zu finden.

 Eine Mediation hilft nicht nur den Konflikt zu lösen, sie spart auch Geld.

„Denn gerade bei kleineren Unternehmen sind es meist die Unternehmer selbst, die ihre wertvolle Zeit mit dem Lösen von Konflikten verbringen“ erläutert Gila Gertz, Geschäftsführerin bei Gertz & Team. Manche Schäden lassen sich auch gar nicht beziffern: Imageverlust, Leistungsabfall auf Grund mangelnder Motivation, sinkende Kreativität, weil im negativen Klima von Spannungen die Ideen nicht reifen können, hoher Zeitverlust, denn Konflikte beanspruchen immer Zeit.

Im Rahmen einer Wirtschaftsmediation kommt ein neutraler Mediator zum Einsatz, der von beiden Parteien akzeptiert ist. Er schlägt keine konkrete Lösung vor, sondern vermittelt lediglich zwischen den Streitparteien. Firmeninternen Vermittler sind oftmals weit weniger wirksam, weil ihnen meist die nötige Distanz fehlt und sie selbst zu sehr in den Konflikt involviert sind. Da es sich bei der Wirtschaftsmediation um ein vertrauliches Verfahren handelt, ist das Unternehmen auch vor einem Image-Verlust, wie ihn unter Umständen ein Gerichtsverfahren nach sich ziehen kann, geschützt. In der Mediation spielt die Schuldfrage keine Rolle, so dass nach einer Mediation der Fortbestand oder die Erweiterung einer Geschäfts- und/oder Familienbeziehung möglich, ja erwünscht ist.

Was ist eine Mediation und wie läuft ein solches Verfahren ab? Mediation bedeutet „Verhandeln statt Streiten“ und verfolgt Win-Win-Lösungen. Sie setzt voraus, dass beide Gesprächsparteien trotz gegensätzlicher Positionen an einer Lösung interessiert sind und der Mediator als neutrale Instanz akzeptiert ist. Eine Mediation stellt Interessen und nicht Positionen in den Mittelpunkt und berücksichtigt die unterschiedlichen Interessenlagen der am Konflikt beteiligten. Es soll eine gemeinsame Lösung erarbeitet werden, die immer von den beiden Parteien geschaffen wird und somit deren Weg ist. Dies ist die Grundlage für Akzeptanz und Tragfähigkeit. Sie bietet für beide Seiten Vorteile. Eine Mediation hat sich vor allem in komplexen Situationen, z.B. in Nachfolgeregelungen in Unternehmen bewährt. Sie spart nicht nur Zeit und Kosten und sichert den unternehmerischen Erfolg, sondern verschafft den Beteiligten auch mehr Lebensqualität.

Der Ablauf lässt sich kurz mit „Rahmen schaffen, Konflikt darstellen, Konflikt erhellen, Lösungssuche, Vereinbarung und Bilanzgespräch“ beschreiben.

Damit eine Unternehmensnachfolge wirklich zur Krönung des Unternehmerlebens wird und das Unternehmen weiter auf dem Markt bleibt, ist immer zu empfehlen, Konflikte nicht lange eskalieren zu lassen, sondern rechtzeitig und konsequent eine Konfliktbearbeitung, wie z.B. eine Mediation einzubeziehen.

 

Kontakt unter:

Frau Gila Gertz

Gertz & Team
Garbenheimer Str. 32
35578 Wetzlar
Tel. 06441 44 44 272
www.gertzundteam.de

gg@gertzundteam.de

 

 



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