Newsletter Unternehmensboerse

  Januar 2011

 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie recht herzlich zum Januar Newsletter der Unternehmensbörse Hessen.

   

Heute!! - Messe CHANCE

Heute, am 17. Januar 2011 findet zum 4. Mal die Messe CHANCE in Giessen statt. Unter dem Motto "Zukunft selbst gestalten" bietet die Messe mit dem Schwerpunkt Existenzgründung vielfältige Informationen rund um das Thema Selbständigkeit. Austragungsort der Messe ist das Ausstellungszentrum der Hessenhallen Giessen. Wenn Sie spontan Zeit und Lust haben, möchten wir Sie recht herzlich einladen und würden uns freuen, Sie bis 18 Uhr an unserem Stand in Halle 5 begrüssen zu dürfen. Nähere Informationen zu der Messe finden Sie unter dem folgenden Link www.chance.messe-giessen.de.

   

Xing-Gruppe "Unternehmensnachfolge in Hessen"

Im Businessnetzwerk XING haben wir eine Gruppe unter dem Namen "Unternehmensnachfolge in Hessen" gegründet. Diese Gruppe ist Netzwerk, Diskussionsforum und Kontaktbörse zum Thema Unternehmensnachfolge/ -Verkauf von kleinen und mittleren Unternehmen in Hessen. Wir würden uns über Ihre Mitgliedgliedschaft in dieser Gruppe freuen und wünschen Ihnen und uns einen angeregten Gedankenaustausch und spannende Diskussionen. Sie erreichen die Gruppe unter nachfolgendem Link: https://www.xing.com/net/pri56aaefx/nachfolge-hessen/

  

Wir wünschen Ihnen viel Spass und Erfolg bei der Lektüre des Newsletters. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie uns unter den angegebenen Kontaktdaten. 

Ihr Team der Unternehmensbörse Hessen

 

 



  Aktuelle Angebote und Gesuche der Unternehmensbörse Hessen  


  Unternehmerumfrage: Familieninterne Nachfolgelösungen verlieren an Relevanz (Teil 3)  

 

Die Unternehmensbörse Hessen hat gemeinsam mit der RKW Hessen GmbH und der Fachhochschule Gießen-Friedberg eine empirische Befragung zum Thema Unternehmensnachfolge durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden 870 Fragebogen an die Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen in Hessen gesendet.

Wenn Unternehmen sich für die Übergabe des Unternehmens entschieden haben, stellt sich die grundsätzliche Frage, in welche Hände das Unternehmen gehen soll.

Diese Frage hängt von verschiedenen Faktoren ab:  So stellt sich die Frage, ob eventuell die Kinder das Unternehmen übernehmen wollen, oder ob ein geeigneter Mitarbeiter im Unternehmen bereits vorhanden ist. Eventuell gibt es auch schon Kontakte zu externen dritten Interessenten oder infrage kommenden Marktteilnehmern. Ein grundsätzlicher kritischer Faktor ist natürlich auch, ob dass Unternehmen für einen potentiellen Nachfolger überhaupt attraktiv und zur Übergabe geeignet ist.

Um diesen Themenkreis näher zu beleuchten, haben wir im Rahmen der Untersuchung abgefragt, welche Nachfolgelösungen für die befragten Unternehmer in Frage kommen.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass über die Hälfte der befragten Unternehmer die Nachfolge mit einem externen Nachfolger planen. Hier kam es in den vergangenen Jahren zu einer Trendwende. Frühere Untersuchungen zeigten, dass vor einigen Jahren noch die meisten Unternehmensnachfolgen innerhalb der Familie realisiert wurden.

Die Mehrheit der unter 65 jährigen Umfrageteilnehmer sehen den richtigen Übergabezeitpunkt zwischen dem 61. und 65. Lebensjahr. Bemerkenswert ist, dass für mehr als die Hälfte der Unternehmer eine Nachfolge innerhalb der Familie nicht in Frage kommt. Diese Unternehmer planen daher den Verkauf des Unternehmens an einen externen Nachfolger oder Mitarbeiter.

Eine Zahl ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert: In 41% der befragten Unternehmen ist der potenzielle Nachfolger bereits im Unternehmen vorhanden und aktiv tätig. Diese potentiellen Nachfolger sind im Durchschnitt schon 11 Jahre in das Unternehmen eingebunden. Diese Zahl bewerten wir äußerst positiv, da die Weiterführung des Unternehmens bereits geregelt ist und die Erhaltung der Arbeitsplätze gewährleistet ist.

Ein weiteres Interessantes Ergebnis ist, dass  Nachfolgen innerhalb der Familie in mittleren und größeren Unternehmen häufiger umgesetzt werden als in kleineren Betrieben. In der Größenklasse von 50 bis 99 Mitarbeiter werden fast die Hälfte der Unternehmen an die Kinder oder Familienmitglieder übergeben.

Dieses Ergebnis spiegelt unsere Erfahrung, dass das Thema Nachfolge in kleinen Unternehmen grundsätzlich schwieriger ist als in größeren Unternehmen. Kleine Unternehmen sind aufgrund der Größe und der Ertrags- und Umsatzstruktur häufig für potentielle Nachfolger nicht attraktiv genug.

Befragt nach dem passenden Übergabezeitpunkt gaben 25% der Unternehmer an, die Nachfolge noch vor dem 60. Lebensjahr umzusetzen. Im Gegensatz dazu, wollen 30% der Unternehmer auch nach ihrem 65.Lebensjahr noch Unternehmer bleiben. Die Aussage „Ich bin jetzt 70 – fünf Jahre gehen noch“ wird von erstaunlich vielen Unternehmer bestätigt. Aufhören müssen aber nicht können und der berechtigte Stolz auf das Lebenswerk macht das Loslösen und Abgeben für viele Altunternehmer schwer. Im Hintergrund steht dabei häufig die Angst vor Machtverlust und sozialem Abstieg.

72% der befragten Altunternehmer teilten mit, auch weiterhin im Unternehmen beratend tätig sein zu wollen. Ein Grund hierfür kann sein, dass manch ein Unternehmer Zweifel an der Kompetenz und Fähigkeit seines Nachfolgers hat. Dies führt häufig dazu, dass Altunternehmer bewusst oder unbewusst die Autorität des Nachfolgers in Frage stellen und nach dem Motto handeln „Einmal Unternehmer immer Unternehmer“.. Aus unserer Sicht ist es durchaus sinnvoll, dass der ausscheidende Inhaber dem Nachfolger beratend zur Seite steht. Das Tagesgeschäft muss aber in jedem Fall Sache des Nachfolgers sein. Für den Altunternehmer ist es ratsam, nach Übergabe seines Unternehmens frühzeitig für eine neue sinnvolle, interessante und spannende Beschäftigung zu sorgen.

In der nächsten Ausgabe des Newsletter erläutern wir, in welchem Bereich der Unternehmensnachfolge die Unternehmer Unterstützung benötigen und welche Instrumente zur Nachfolgersuche typischerweise in Anspruch genommen werden.

 



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