Newsletter Unternehmensboerse

  Dezember 2011

 
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie recht herzlich zum aktuellen Newsletter der Unternehmensbörse Hessen.

Weihnachten steht wieder einmal vor der Tür und natürlich möchten wir es nicht versäumen, Ihnen, Ihrer Familie, Ihren Freunden und Geschäftspartnern im Namen der Unternehmensbörse Hessen ein frohes Fest und einen erfolgreichen Start ins Jahr 2012 zu wünschen.

 

Fachartikel

Unser heutiger Fachartikel stammt von Thomas Landenfeld von HDI Gerling. Er beschäftigt sich mit dem Thema der betrieblichen Pensionszusagen und ihre Behandlung im Rahmen von Unternehmensnachfolgeregelungen.

 

Gewerbeimmobilie des Monats

In Kooperation mit dem Gewerbeimmobilien-Zentrum-Mittelhessen präsentieren wir Ihnen im Anschluss an die Inserate auch in diesem Monat wieder die "Gewerbeimmobilie des Monats".

Ihr Team der Unternehmensbörse Hessen

 



  Aktuelle Angebote und Gesuche der Unternehmensbörse Hessen  


  Gewerbeimmobilie des Monats  

 

Büro-/Praxisräume in Gießen zu vermieten

Das Objekt verfügt über eine Gesamtmietfläche von 4.446m², die sich auf 3 Stockwerke verteilen. Es sind 91 Stellplätze vorhanden (49 Tiefgaragenstellplätze und 42 Außenstellplätze).

Das Grundriss-Konzept ist so ausgelegt, dass viel Spielraum für individuelle Größen- und Gestaltungswünsche bleibt. Großzügige Fensterfronten mit Isolierverglasung und zwei Innenhöfe sorgen für sehr gute natürliche Lichtverhältnisse.

Es stehen verschiedene Flächenmaße zur Verfügung: Ab 73 m² bis hin zu ca. 1.500 m² ist alles realisierbar!

Im Objekt befinden sich bereits folgende Mieter: Eine größere Arztpraxis; zwei Versicherungen/Finanzdienstleister; eine Bildungseinrichtung; die Verwaltung eines Bauunternehmens; eine Internetagentur und eine Werbeagentur.

Das Gebäude befindet sich in einer verkehrsgünstigen, aber zugleich ruhigen und naturnahen Lage direkt am Gießener Ring. Es ist nach allen Richtungen verkehrsgünstig angebunden.

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Alexander Schick gerne unter den folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:

Gewerbe-Immobilien-Zentrum Mittelhessen GmbH, Alexander Schick, Karl-Kellner-Ring 23, 35576 Wetzlar, Fon 06441/444555-0, Fax 06441/444555-9, www.giz-mittelhessen.de, alexander.schick@giz-mittelhessen.deFacebook: www.facebook.com/giz.mittelhessen

 



  Unternehmen im Umbru  

 

Wer Nachfolgeregelungen nicht rechtzeitig plant, setzt seine Versorgung aufs Spiel.

Von Thomas Landenfeld - HDI Gerling Generalagentur Landenfeld

In deutschen Unternehmen steckt viel Bewegung, da rund die Hälfte der jetzigen Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften ihre Firmenanteile veräußern oder anderweitig übertragen werden. Ein Großteil von ihnen hat Anspruch auf eine betriebliche Pensionszusage. Bei einer solchen Zusage verpflichtet sich der Arbeitgeber gegenüber der versorgungsberechtigten Person im Alter, bei Berufsunfähigkeit oder auch im Fall des Todes die jeweilig zugesagte Versorgungsleistung entweder in Form einer Kapital- oder Rentenzahlung zu erbringen.

Die Pensionszusage gilt seit vielen Jahrzehnten als das klassische Instrument für den Aufbau einer bedarfsorientierten Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung. Zum einen bietet sie ausreichend Flexibilität zur Gestaltung der Leistungen und andererseits kann im Rahmen der rückgedeckten Pensionszusage eine nahezu unlimitierte steuerfreie Dotierung der Beiträge erfolgen. Die Versorgungszusage ermöglicht somit nicht nur die Abdeckung des tatsächlichen Versorgungsbedarfes des Gesellschafter-Geschäftsführers, sondern kann auch für das zusagende Unternehmen durch die Bildung steuermindernder Pensionsrückstellung deutliche liquiditätsmäßige Vorteile bringen.

Bei der Einrichtung der Versorgungszusage wurde in der Regel darauf geachtet, dass alle steuerlichen Kriterien zur Anerkennung der Pensionszusage erfüllt wurden. War die Zusage jedoch einmal vertraglich und bilanziell implementiert, wurde sie in vielen Fällen nie wieder „angefasst“. Doch was vor Jahren richtig war, kann im Laufe der Zeit durch Gesetzesänderungen, Verwaltungsschreiben des Bundesministeriums für Finanzen oder auch durch die aktuelle Rechtsprechung überholt und hinfällig geworden sein. In der Praxis haben sich so eine Vielzahl bestehender Versorgungsversprechen zu tickenden Zeitbomben entwickelt, die nicht nur bei einer Betriebsprüfung zum Problem werden können. Denn wird die steuerliche Anerkennung einer Pensionszusage später gekippt, weil sie nicht mehr den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen entspricht, kann es im schlimmsten Fall zur vollständigen, gewinnerhöhenden Auflösung der bisher gebildeten Pensionsrückstellungen kommen.

Auch die reibungslose Unternehmensnachfolge kann durch Pensionsaltlasten gefährdet sein. Werden Unternehmensanteile von einem Nachfolger oder Käufer übernommen, so ist der neue Firmeninhaber auch für die Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen aus den bestehenden Pensionszusagen verantwortlich. Hinzu kommt, dass häufig die planmäßigen Deckungsmittel zur Finanzierung der zugesagten Leistungen nicht ausreichen. Im Ergebnis können Regelungen zur Nachfolge durch veraltete und ungedeckte Pensionszusagen empfindlich erschwert werden und den Unternehmenswert massiv belasten.

Meist wurden zur Finanzierung der Versorgungsversprechen Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Um die zugesagten Leistungen abzubilden, wurden in der Regel sämtliche zu erwartende Überschüsse von Beginn an in voller Höhe einkalkuliert. Doch die Entwicklung der Kapitalmärkte, das anhaltende Niedrigzinsniveau und auch die stetig steigende Lebenserwartung haben diese Finanzierungsmodelle in gravierende Schieflagen gebracht. Die Ablaufleistungen der Rückdeckungen verfehlen somit häufig massiv das tatsächliche Finanzierungsziel.

In vielen Fällen fußt die Ausfinanzierung der Versorgungsversprechen auf der so genannten Kapitalwertmethode der Rentenverpflichtung. Die Höhe der Kapitalleistungen basierte oft auf dem steuerlich zulässigen „Heubeck-Barwert“. Doch auch dieser Wert entspricht heute nicht mehr dem eigentlichen Finanzierungsbedarf der zugesagten Leistungen. Zum einen liegt der anzuwendende

Zinssatz dieser Methode weit über dem durchschnittlichen, realistischen Marktzins und zum anderen sind auch die zu berücksichtigenden Lebenserwartungen statistisch betrachtet weiter gestiegen.

Mit Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (kurz BilMoG) ist das Thema der Pensionszusage verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. BilMoG fordert unter anderem eine realitätsnähere Bewertung der zugesagten Versorgungsverpflichtung im Rahmen der Handelsbilanz. Entsprechend müssen künftig bei der handelsbilanziellen Bewertung der Pensionsrückstellung beispielsweise marktnahe Zinssätze oder auch Gehalts- und Rententrends einbezogen werden. Im Ergebnis führt diese Bewertungsvorschrift nicht selten zu einer erheblichen Aufstockung der Pensionsrückstellung. Eine flankierende Angleichung der Steuerbilanz ist nicht zulässig.

Ist die Pensionszusage nicht vollständig ausfinanziert und das Unternehmen noch mit derartigen gravierenden Restrisiken belastet, haben potenzielle Käufer von Kapitalgesellschaftsanteilen kein Interesse an der Übernahme. Die unternehmerische Strategie für eine planmäßige Unternehmensnachfolge sollte somit eine rechtzeitige Prüfung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigen. Bestehen Gesellschafter-Geschäftsführer-Zusagen im Unternehmen ist eine regelmäßige rechtliche Analyse und betriebswirtschaftliche Prüfung dringend angeraten.

Um Finanzierungsdefizite und inhaltliche Mängel aufzudecken hat HDI-Gerling Leben ein Dienstleistungsangebot für Pensionszusagen entwickelt. Das PzConcept greift sämtliche Fragen zu Pensionszusagen in einem Servicepaket auf. Der Fokus liegt hierbei nicht nur auf den steuerrechtlichen Voraussetzungen zur Bildung von Pensionsrückstellungen sondern auch auf der Ermittlung des Finanzierungsgrades und einer aktuellen Bedarfsprüfung. Im ersten Schritt werden finanzielle, betriebliche und personelle Daten anhand eines strukturierten Fragebogens erfasst. Im Anschluss führen die Experten von HDI-Gerling Leben eine Analyse und Auswertung der bestehenden Pensionszusage mit den eben aufgeführten Schwerpunkten durch. Das Unternehmen wird durch den gesamten Prozess der Prüfung und Anpassung seiner bestehenden Pensionszusagen begleitet. Dadurch erhält das Unternehmen Klarheit über die Möglichkeiten der Ausfinanzierung oder bilanziellen Auslagerung der Pensionsverpflichtungen sowie etwaiger Anpassungen zur Optimierung der Bilanzstruktur.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Pensionszusage?
Ihr Ansprechpartner bei HDI-Gerling ist Herr Thomas Landenfeld, Telefon-Nummer 06441-6690800.

 



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