Newsletter Januar 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie recht herzlich zum Januar-Newsletter der Unternehmensbörse Hessen.

In unserem Newsletter finden Sie die aktuellen Angebote und Gesuche der Unternehmensbörse Hessen.

Unternehmensnachfolge-Blog

Unter der Domain http://unternehmensnachfolge.sitebob.de/   haben wir einen Blog zum Thema Unternehmensnachfolge eingerichtet. Dort finden Sie laufend interessante Artikel rund um das Thema Unternehmensnachfolge. Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre!

Ihr Team der Unternehmensbörse Hessen




Aktuelle Angebote und Inserate
In der folgenden Übersicht erhalten Sie eine Auswahl an aktuellen Angeboten und Gesuchen der Unternehmensbörsen in Mittelhessen, Nordhessen und Rhein-Main. Sie finden alle Angebote auch unter www.unternehmensboerse-hessen.de. Um weitere Informationen zu erhalten, klicken Sie einfach auf den jeweiligen Link.



Ein Angebot der Unternehmensbörse Mittelhessen
Gut eingeführte Praxis für Allgemeinmedizin abzugeben
Region um Wetzlar
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Mittelhessen
Ingenieurbüro für Geotechnik (Baugrund, Grundbau, Altlasten) im Rahmen der Altersnachfolge zu verkaufen.
Region Süd-Westfalen
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Mittelhessen
50% Anteil an einer Krankengymnastik-Praxis im Raum Wetzlar zu verkaufen
Raum Wetzlar
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Mittelhessen
Teilhaber für Physiotherapeutische Praxis gesucht
Bad Nauheim / Wetteraukreis
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Nordhessen
Unternehmen für Wärme-Kälte-Schall-Brandschutzisolierung sucht Nachfolger/Käufer
Nordhessen
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Nordhessen
Innovatives Unternehmen im Bereich Software-Entwicklung bietet Beteiligung
Nordhessen
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Nordhessen
Hotel mit integriertem Restaurant / Gaststätte in Innenstadtlage sucht Nachfolger/Käufer
Nordhessen
mehr

Ein Gesuch der Unternehmensbörse Nordhessen
Damen- und Herrenschneiderin sucht Änderungsschneiderei
Kassel
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Rhein-Main
Geschäftsführer mit Aussicht auf Nachfolge gesucht (Bau und Handwerk)
Hessen
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Rhein-Main
Teilhaber für Physiotherapeutische Praxis gesucht
Bad Nauheim / Wetteraukreis
mehr

Ein Angebot der Unternehmensbörse Rhein-Main
Beachsport-Großanlage in Frankfurt am Main sucht Investor
Frankfurt am Main
mehr

Ein Gesuch der Unternehmensbörse Rhein-Main
Unternehmen / Produkte aus dem Bereich Schwermaschinenbau oder Stahlbau gesucht
Deutschlandweit
mehr




Erfahrungsbericht zur Unternehmensnachfolgeberatung
Von Ortwin Schneider - Steuerbüro Schneider & Kissel, Wetzlar
Ortwin Schneider ist mit seiner Steuerberatungskanzlei Schneider & Kissel Premiumpartner der Unternehmensbörse. Daneben ist er Fachberater für Unternehmensnachfolge. In dem nachfolgenden Artikel beschreibt er einen beispielhaften Beratungsablauf für eine steuerlich optimierte Unternehmensnachfolge.

Im Laufe des Jahres 2009 ist ein Mandant, ein erfolgreicher Handwerksmeister, an mich heran getreten. Er wollte die Unternehmensnachfolge für seinen Handwerksbetrieb geregelt haben.

Ausgangssituation:

Der selbständige Handwerksmeister im Alter von 64 Jahren plant die Unternehmensnachfolge auf seinen Sohn zum 31.12.2009. Der Sohn ist ebenfalls Meister und arbeitet schon viele Jahre im väterlichen Betrieb mit.

Somit eine ideale Ausgangssituation, und es liegt nahe, einen unentgeltlichen Betriebsübergang auf den Sohn zu gestalten.

Zu beachten ist, dass der Vater in begrenztem Umfang weiterhin für den Sohn tätig sein möchte. Darüber hinaus schwebt ihm eine Aufstockung der Altersversorgung um ca. 600,00 € pro Monat vor.

Ergebnis:

Ich zeigte meinen Mandanten zwei mögliche Übertragungswege auf.

  1. Möglichkeit: unentgeltliche Übertragung

Hier wird der Gewerbebetrieb durch Schenkung im Rahmen der so genannten vorweg genommenen Erbfolge auf den Sohn übertragen. Im Rahmen dieser Übertragung verpflichtet sich der Sohn, an den Vater eine so genannte Versorgungsrente in Höhe von monatlich 600,00 € zu bezahlen. Die Tätigkeit des Vaters für den Sohn kann im Rahmen eines Beratervertrages erfolgen.

Dies hätte die steuerlichen Konsequenzen, dass der Gewerbebetrieb zu Buchwerten auf den Sohn übergeht. D. h. keine steuerliche Auswirkung. Die Versorgungsleistungen an den Vater stellen bei dem Sohn Sonderausgaben dar und mindern dadurch seine Einkommensteuerbelastung. Der Vater muss die Rente als sonstige Einnahmen versteuern. Die Zahlungen auf Grund des Beratervertrages würden bei dem Sohn Betriebsausgaben darstellen. Der Vater müsste die Einnahmen im Rahmen einer selbständigen gewerblichen Tätigkeit versteuern.

  1. Möglichkeit: entgeltliche Übertragung

Der Vater verkauft sein Unternehmen an den Sohn. Der Verkauf erfolgt wie unter fremden Dritten. D. h. zum Verkehrswert.

In meinem Fall betrug der Kaufpreis 78.000,00 €. Dieser Kaufpreis wird von dem Sohn an den Vater nicht in einer Summe bezahlt. Er wird in ein Darlehen mit einer monatlichen Rate (Zins und Tilgung) von 600,00 € umgewandelt. Dieses Darlehen wird ortsüblich verzinst. In meinem Fall zu 5 %.

Steuerliche Folgen für den Senior:

Da der Buchwert der übertragenen Wirtschaftsgüter bei 29.000,00 € liegt, ergibt sich bei dem Vater ein Veräußerungsgewinn von ca. 49.000,00 €. Ihm steht auf Grund seines Alters ein Freibetrag von 45.000,00 € zu. Damit müssen 4.000,00 € mit einem ermäßigten Steuersatz (56 % des durchschnittlichen Steuersatzes), das dürften ca. 20 % sein, versteuert werden. Damit Einkommensteuerbelastung bei dem Vater ca. 1.000,00 €. Gewerbesteuer fällt nicht an.

Ertragssteuerliche Folgen für den Sohn:

Der Sohn hat Anschaffungskosten in Höhe von 78.000,00 €. Diese Anschaffungskosten werden auf die übernommenen Wirtschaftsgüter und einen Firmenwert verteilt. Dadurch entsteht ein zusätzliches AfA-Volumen in Höhe der Aufdeckung der stillen Reserven von ca. 49.000,00 € (siehe oben). Dieses AfA-Volumen wird im Rahmen der Restnutzungsdauer der übernommenen Wirtschaftsgüter verbraucht. Dies führt zu einer Steuerersparnis im Laufe von 2 – 15 Jahren (Abschreibungszeitraum) von ca. 20.000,00 €.

Tatsächlich durchgeführte Unternehmensnachfolge:

Nach eingehender Beratung und Aufzeigung der steuerlichen Vor- und Nachteile haben sich meine Mandanten für die entgeltliche Lösung entschieden. Damit konnte eine Steuerermäßigung unter dem Strich von ca. 19.000,00 € erreicht werden.

Anmerkung:

Die so gewählte Unternehmensnachfolge hat keine schenkungssteuerliche Relevanz. Umsatzsteuerlich liegt eine so genannte Geschäftsveräußerung im Ganzen vor. D. h. der Vater stellt keine Umsatzsteuer aus, der Sohn hat keinen Vorsteuerabzug.

Kontakt:

Steuerberater Ortwin Schneider & Manfred Kissel, Karl-Kellner-Ring 23, 35576 Wetzlar, www.stb-schneider-kissel.de, Tel. 06441/67917-0




Impressum
Dieser Newsletter ist ein kostenloses Angebot der

Unternehmensbörse Hessen
c/o exact Beratung GmbH
Karl-Kellner-Ring 23
D-35576 Wetzlar

Telefon: +49 (0) 64 41 - 44 79 98 0
Telefax: +49 (0) 64 41 - 44 79 98 70
E-Mail: info@unternehmensboerse-hessen.de
Internet: www.unternehmensboerse-hessen.de

Die Unternehmensbörse Hessen ist ein Angebot der exact Beratung GmbH.

Sie haben kein Interesse an einer weiteren Zusendung unseres Newsletters? Selbstverständlich können Sie Ihre E-Mail Adresse jederzeit aus unserer Mailingliste austragen. Eine Möglichkeit zur Abmeldung finden Sie auf unserer Internetseite unter
www.unternehmensboerse-hessen.de#abmeldung.